Was sind Kreditoren?

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Xindu Hendriks 24. März 2025
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Ein Kreditor ist ein Lieferant oder eine Partei, der dein Unternehmen noch Geld schuldet. Dies kann beispielsweise ein Lieferant sein, der Waren oder Dienstleistungen auf Rechnung geliefert hat und noch nicht bezahlt wurde. Kreditoren sind ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensbuchhaltung, da sie sich auf den Cashflow und die Liquidität deines Unternehmens auswirken.

Eine effektive Verwaltung der Kreditoren hilft, den Überblick über offene Verbindlichkeiten zu behalten und sicherzustellen, dass Zahlungen pünktlich erfolgen. Dadurch werden Zahlungsverzögerungen vermieden, und dein Unternehmen bleibt finanziell stabil.

Inhaltsverzeichnis

Unterschied zwischen Kreditoren und Debitoren

Kreditoren und Debitoren werden oft verwechselt, aber sie stellen gegenteilige finanzielle Transaktionen dar:

  • Bedeutung Kreditor: Unternehmen oder Personen, an die dein Unternehmen noch Geld zahlen muss. Sie gelten als Verbindlichkeiten in der Bilanz.
  • Bedeutung Debitor: Kunden, die deinem Unternehmen noch Geld schulden. Sie gelten als Forderungen in der Bilanz.

Beispiel:
Du kaufst Büromaterial auf Rechnung von einem Lieferanten. In diesem Fall ist der Lieferant dein Kreditor, da du ihm noch Geld schuldest. Andererseits, wenn dein Unternehmen eine Rechnung an einen Kunden sendet, die noch nicht beglichen wurde, ist dieser Kunde dein Debitor.

Dieses Verständnis ist entscheidend für eine korrekte Buchhaltung und Finanzplanung.

Lese unseren ausführlichen Artikel über den Unterschied zwischen Kreditoren und Debitoren für eine detaillierte Erklärung.

Wie werden Kreditoren in der Bilanz verbucht?

In der Bilanz werden Kreditoren unter Verbindlichkeiten erfasst, da sie ausstehende Zahlungen eines Unternehmens darstellen. In der Buchhaltung gibt es zwei Hauptarten von Kreditoren:

Kurzfristige Kreditoren (Kurzfristige Verbindlichkeiten): Schulden, die innerhalb von 12 Monaten beglichen werden müssen, wie Lieferantenrechnungen und kurzfristige Kredite.
Langfristige Kreditoren (Langfristige Verbindlichkeiten): Schulden mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, wie Unternehmenskredite oder langfristige Leasingverträge.

AktivaPassiva
AnlagevermögenEigenkapital
Immobilien100.000Eingezahltes Kapital50.000
Maschinen40.000Gewinnrücklagen20.000
Fahrzeuge30.000Gewinnsaldo10.000
UmlaufvermögenLangfristige Verbindlichkeiten
Lagerbestände20.000Bankdarlehen75.000
Forderungen aus L&L (debitoren)16.000
Liquide Mittel30.000Kurzfristige Verbindlichkeiten
Bankguthaben60.000- Kreditoren (Verbindlichkeiten aus L&L)20.000
- Umsatzsteuerverbindlichkeiten5.000
Gesamtvermögen276.000Total Liabilities276.000

Wie berechnet man Kreditoren?

Die Berechnung der gesamten Kreditorenposition ist entscheidend für eine klare Finanzübersicht.

Die Formel lautet: Kreditoren = erhaltene Rechnungen – bereits geleistete Zahlungen.

Beispiel:
Angenommen, dein Unternehmen erhält innerhalb eines Monats verschiedene Rechnungen von Lieferanten mit einem Gesamtbetrag von 25.000 €. Von diesem Betrag wurden bereits 8.000 € bezahlt.

25.000 €− 8.000 €=17 €.

Das bedeutet, dass dein Unternehmen noch 17.000 € an offene Kreditorenverbindlichkeiten zu begleichen hat.

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Häufig gestellte Fragen zu Debitoren

Ist Kreditor gleich Lieferant?

Nicht immer, aber oft. Ein Lieferant ist ein Unternehmen oder eine Person, die Waren oder Dienstleistungen liefert. Wenn diese Lieferung auf Rechnung erfolgt, wird der Lieferant auch als Kreditor bezeichnet, da dein Unternehmen ihm noch Geld schuldet.

Wann ist man ein Kreditor?

Man ist ein Kreditor, wenn man einer anderen Partei Geld, Waren oder Dienstleistungen auf Kredit zur Verfügung stellt. Das bedeutet, dass der Kreditor eine Forderung gegenüber dem Schuldner hat und auf die Zahlung wartet.

Sind Kreditoren Gläubiger?

Ja, Kreditoren sind Gläubiger. Ein Gläubiger ist eine Person oder ein Unternehmen, das das Recht hat, ausstehende Zahlungen von einem Schuldner einzufordern. Dies kann durch offene Rechnungen oder vertragliche Vereinbarungen gesichert sein.

Woher kommt das Wort Kreditor?

Das Wort “Kreditor” stammt vom lateinischen Begriff credere, was “glauben” oder “vertrauen” bedeutet. Es bezieht sich auf das Vertrauen des Kreditors, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten begleichen wird.

Sind Rechnungen Kreditoren?

Nein, Rechnungen selbst sind keine Kreditoren. Sie sind jedoch ein Nachweis über die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditoren. In der Buchhaltung werden offene Rechnungen unter “Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen” (Kreditoren) in der Bilanz erfasst.

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Von Xindu Hendriks

Xindu ist Expertin für digitale Strategien und Debitorenmanagement bei Payt. Sie ist bekannt für ihren analytischen Ansatz.

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